Donnerstag, Dezember 21, 2006

Ich lebe noch!

Nachdem mich einige besorgte, polonisierte Mailanfragen erreicht haben, hier nun die offizielle Bestätigung: Ich lebe noch und bin soweit gesund! Zum Schweigen haben mich keine Pülverchen gebracht, sondern einfach das riesige Arbeitspensum hier an der Uni. Hier war die letzten Wochen hart arbeiten angesagt. Eine Hausarbeit nach der anderen war zu schreiben, ca. 3 bis 4 pro Woche, hinzu kamen noch jeweils 1 bis 2 Klausuren. Also mehr als reichlich zu tun; da blieb keine Zeit und Muße für den Blog. Vieles war im Vergleich zum deutschen Studium nicht wirklich schwer, aber einfach unglaublich viel. Bin ganz schön auf dem Zahnfleisch gegangen. Totmüde und ausgelaugt bin ich, freue mich auf die Weihnachtsferien. Eigentlich fangen diese hier erst Neujahr an, da ja Weihnachten hier erst am 6. Januar gefeiert wird. Aber wir "westlichen Ausländer" haben schon nächste Woche freibekommen.

Weihnachten geht es dieses Jahr allerdings nicht heim, sondern auf ein russisches Dorf. Lisa, ein paar Freunde und ich fahren für einige Tage dahin, wo es angeblich noch so richtig russisch ist. In ein Dorf ca. 500 km von Moskau entfernt, ohne fließend Wasser, aber immerhin mit Strom. Dort werden wir auf einem Bauernhof wohnen, wo noch alles selbst gemacht wird. Die hofeigenen Kühe geben frische Milche, die Eier geben die Hühner, Brot wird selbst gebacken. Dazu gibt es dann Eingemachtes vom Sommer, Marmelade, Wurst usw. Tagsüber können wir durch den Schnee wandern, auf dem großen Schlitten fahren oder, wenn wir durchgefroren sind, in der Banja (Sauna) wieder aufwärmen. Und einen Weihnachtsbaum gibt's natürlich auch, frisch im Wald geschlagen. Das wird ein erholsamer Gegensatz zu dem ganzen Moskauer Stress in den letzten Wochen und Monaten.

Und Neujahr sind wir dann wieder hier in Moskau. Sylvester auf dem Roten Platz!

Tja, mit dem Studium in Moskau war's das dann auch fast schon wieder. Anfang Januar geht es kurz in die deutsche Heimat, dann kommen hier die großen Prüfungen, insgesamt vier. Im Februar und März wartet dann auf mich das Praktikum in der Duma. Und am 1. April geht es schon wieder heim.

Soweit die Planungen, aber ein bisschen Zeit bleibt ja zum Glück noch. Und ab jetzt werde ich hoffentlich auch wieder häufiger zum Blog-Schreiben kommen.

Und als Einstimmung auf die Feiertage gibts hier vorab schon mal die herzlichsten Wünsche aus der Ferne (eine Übersetzung wird auf Wunsch nachgeliefert):

С Новым счастьем!
С яркой ёлкой на снегу!
Я вам всем желаю счастья
В наступающем году!!!

Mehr in Kürze! :-)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

schön zu hören, dass es Dir gut geht.
Ich wünsch Dir noch gute Nerven für den Studienendspurt!!!
Und viel Spass beim Feiern wie zu Großmutters Zeiten!
Grüß Liz von mir und fühlt Euch umarmt.

Mischa