Dienstag, September 19, 2006

Georgien

Perfekte deutsche Planung und georgische Lebensart - das ist eine Mischung, die recht schwer zusammengeht, wie ich während meines Aufenthaltes in Georgien erfahren konnte.

Die Reise nach Georgien wurde organisiert von der Koerber-Stiftung und hatte zum Ziel, sich eingehend und vor Ort mit den Konflikten in Georgien zu beschäftigen. Konflikte gibt es in Georgien einige, aber die wichtigsten sind die zwei sogenannten "Frozen Conflicts" in Abchasien und Süd-Ossetien. Rund um diese zwei Konflikte waren neben Treffen mit lokalen Politikern verschiedener Couleur und Zuständigkeit und mit den involvierten internationalen Organisationen (OSCE, UN) auch Besichtigungen vor Ort geplant. Geplant war alles so schön, doch dann kam vieles anders. Die Agenda wurde tausend Mal umgeworfen, Termine hin- und her geschoben und am Ende war dann doch wieder alles anders.

Aber nichtsdestotrotz war diese Reise ein Erlebnis sondergleichen. Wir haben viel gesehen und auch die Dinge, die vielleicht nicht so pefekt liefen, gehören irgendwie dazu. In der Quintessenz kann ich wohl sagen: Tblissi ist eine sehr interesannte Stadt, die sich gerade auf dem Weg der Transformation befindet: von einer sehr zerfallen, in vielen Dingen nicht funktionsfähigen Stadt hin zu einer recht modernen europäisch-kaukasischen Metropole. Ähnlich sieht es mit Georgien selbst aus. Die gegenwärtige Regierung unter Präsident Saakaschwili scheint wirklich mit großem Eifer zu versuchen, Georgien von einem quasi-"failed state" hin zu einem modernen europäischen Land zu transformatieren, das in nächster Zukunft Mitglied der Nato wird und dann irgendwann, so hoffen die Georgier, auch der EU. Aber das ist noch ein weiter Weg und das Feld, was zu bestellen ist, noch weit und voller Steine.

Hier ein paar visuelle Eindrücke von der Reise...













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